Hallo ihr Lieben!
Nachdem der Winter sich nun doch endlich verzogen hat, bin ich der Meinung, es wird höchste Zeit, das „Frohe Weihnachten“ mal etwas nach unten zu schieben.
Was gibt es Neues bei mir?
Zum einen wird in den nächsten Wochen „Noelles Demut“ beim Plaisir d’Amour Verlag erscheinen. Ich bin gespannt, wie euch die Geschichte um Master Simon gefällt. Mit diesem Teil ist die Reihe dann auch abgeschlossen.
Aber keine Angst, es beginnt eine neue Serie. Die ersten beiden Teile aus „Delicious Club“ sind schon beim Verlag. Wenn alles gut läuft, kommt der erste Teil vielleicht dieses Jahr noch raus.
Dann muss ich euch etwas gestehen: Ich bin total verrückt nach Gay-Romance. Seit Monaten lese ich kaum noch was anderes. Verständlich, dass in meinem Kopf nur noch süße, schnuckelige Männer rumgeistern. Daher ist es nicht sehr verwunderlich, dass aus der geplanten Gay-Kurzgeschichte nun doch 190 Seiten geworden sind. Das Skript ist momentan bei zwei Betalesern. Mal schauen, wie sie es finden. Dann ab ins Korrektorat und flugs raus auf den Markt.
Ich habe mir überlegt, es mal selbst zu probieren und das self publishing von Amazon zu nutzen. „Ein Hauch von Kirschblüten“ wird also in den nächsten ein – zwei Monaten rauskommen.
Hier schon mal das Cover und eine kleine Vorabszene. (Rohfassung) *hach* Ich mag die beiden.
Ach, und da ist noch was. Ich habe eine Kurzgeschichte (bereits 80 Seiten – sehr kurz *hihi*) liegen, die ich dann auch gern selbst veröffentlichen würde. Momentan heißt sie „Der gekaufte Master“. Inhalt ist der von mir gewohnte Soft-BDSM. Es geht um eine Frau Anfang 40, die sich einen Wunsch erfüllt – hemmungslosen Sex, Spiel mit Unterwerfung und Dominanz. Nach langem überlegen kauft sie sich ein Wochenende mit einem erfahrenen Master. Was sie in diesen zwei Nächten erlebt, wie sie es empfindet, ihre Gedanken und Gefühle habe ich in Ich-Form zu Papier gebracht. Eine sehr intensive Erfahrung.
So, dann wünsche ich euch erstmal viel Spaß mit meinen beiden Süßen.
Liebe Grüße, Eure Kat
… Er ließ seinen Blick durch den Raum schweifen. Zwei Pärchen saßen an den Tischen, hatten sich die kuscheligen Ecken gesucht, hielten Händchen, schenkten sich verliebte Blicke. Im Hintergrund spielte eine Band. Diese quietschenden Trompetenklänge hasste Jan, doch die Melodie des Klaviers klang sehr ansprechend. Jan drehte sich auf seinem Barhocker um und sah zu den Musikern hinüber. Es waren drei, einer spielte diese furchtbare Trompete, einer Kontrabass und einer saß am Klavier.
In dem Moment, da Jan den Mann erblickte, schlug sein Herz höher. Er war kein Japaner sondern Europäer. Und was für einer! Soweit Jan das beurteilen konnte, war er sehr groß, hatte braunes, gewelltes Haar und eine schlanke Figur. Er trug eine dunkle Hose und ein weißes Hemd. Die Ärmel waren hochgekrempelt und entblößten sehnige, gebräunte Unterarme. Die langen, schmalen Finger tanzten geradezu über die Tasten. Der Mann war völlig in die Musik versunken.
Jan wusste nicht, ob es die schwermütigen Klänge oder die Bewegungen des Mannes waren, doch er strahlte etwas Trauriges aus, wirkte in sich gekehrt. Vielleicht war es aber auch nur Jans Abschiedsschmerz von diesem wunderbaren Land, der ihn das glauben machte.
Oder etwas noch Tieferes?
Er konnte es nicht sagen, doch sein Herz schlug immer schneller, je länger er dem Mann zuhörte. Auch von seinem Anblick konnte Jan sich nicht loseisen. Immerzu starrte er auf die Hände und das Gesicht.
Die Musiker hörten auf zu spielen und dankten einander zunickend. Jan sah ununterbrochen den Fremden an. Der erhob sich mit einer Geschmeidigkeit, die sein Herz rasen ließ. In seinem ganzen Leben hatte er keinen so schönen Mann gesehen, dessen war er sich sicher.
Der Fremde nahm sein Sakko von einem Haken, zog es über und sah in dem Moment in Jans Richtung. Mitten in der Bewegung hielt er inne. Ihre Blicke hielten einander fest, und Jans Herz drohte zu zerspringen.
Ein sanftes Lächeln bildete sich auf den Zügen des Mannes. Er zog sein Jackett an und kam auf Jan zu, der sich nicht rühren konnte. Sein ganzes Denken wurde mit den Eindrücken des Fremden geflutet. Der Anzug war maßgeschneidert. Er saß zu gut, um von der Stange zu sein. Das Haar war dunkelbraun, hatte im Schein der dämmrigen Beleuchtung einen rötlichen Glanz. Er besaß markante Gesichtszüge, sehr dichte Augenbrauen, lange Wimpern und trug einen Dreitagebart. Seine Augen sind unnatürlich blau, dachte Jan, als der Mann vor ihm stehen blieb und ihm ein Lächeln schenkte. Zum Glück saß er, denn unter diesem Blick wäre er glatt zu Boden gegangen, so weich fühlten sich seine Knie an.
„Hat Ihnen das Stück gefallen?“, fragte der Fremde auf Englisch. Seine Stimme war leise, leicht rauchig und genauso sexy wie der ganze Mann.
Jan konnte im ersten Moment nur nicken und räusperte sich. Meine Güte, du benimmst dich wie ein liebeskranker Teenager. Reiß dich zusammen!
„Eigentlich mag ich Jazz nicht besonders, doch das Klavierstück war bemerkenswert.“
Er lachte, und Jan bildete sich ein, dass dieses Lachen das schönste der Welt war, ein voller, satter Klang, der aus dem Herzen kam.
„So wie du mich ansiehst, liegt das wohl eher an mir als an der Musik.“
Jan spürte Röte in seine Wangen schießen. Es hatte keinen Zweck, es zu leugnen. Dafür hatte er den Mann zu unverhohlen gemustert. Und letztendlich: Was brachte es, zu lügen? Er wollte diesen Mann. Alles in ihm schrie danach.
„Ich gebe zu, deine Erscheinung beeindruckt mich noch mehr, als dein künstlerisches Können“, ging er in die Offensive. Und wieder schenkte er ihm dieses wundervolle Lachen.
„Und dabei hast du noch keine Ahnung von meinen Fähigkeiten.“
Es waren nicht nur die zweideutigen Worte, die Jan zum Schmelzen brachten, es war das Funkeln in den Augen des Fremden. Sie verstanden einander, lasen die Gier in dem anderen und waren sich einig, dass sie die Nacht miteinander verbringen würden. Das Leben konnte so wunderbar sein.
„Mein Name ist Jan. Darf ich dir einen Drink ausgeben?“
„Tom! Und ich nehme Sake.“ …






